Werner Tübke
Der Heilige Martin, 1988
Kreidelithografie auf Tonplatte Edition: 8/60 Print 25.5 × 19 cm
800 €
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Die in warmem Rotton gedruckte Kreidelithografie „Der Heilige Martin“ greift die Legende des barmherzigen Heiligen auf, der seinen Mantel mit einem Bettler teilt. In feiner, an eine Rötelzeichnung erinnernder Strichführung stellt Werner Tübke die elegante, kostümierte Hauptfigur einer kleinen, kauernden Bettlergestalt gegenüber. Die zarte Tonplatte und der altmeisterlich-manieristische Duktus verleihen dem Blatt eine entrückte Wirkung.
Über den Künstler Werner Tübke
Werner Tübke (1929–2004) zählt neben Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer zu den Begründern der Leipziger Schule. Sein unverwechselbarer altmeisterlicher Malstil knüpft an die Tradition der Renaissance und des Manierismus an und hebt ihn deutlich von den Strömungen der Avantgarde ab. Tübkes Werk ist von vielfigurigen, allegorischen und historischen Kompositionen geprägt, die er mit höchster malerischer Präzision ausführte. Sein Hauptwerk, das monumentale Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen, gilt mit rund 14 mal 123 Metern als eines der größten Gemälde der Welt und wird als „Sixtinische Kapelle des Nordens" bezeichnet. Nach einer Lehre als Maler studierte er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, wo er später selbst als Professor lehrte; als einer der wenigen ostdeutschen Künstler fand er auch im Westen breite Anerkennung.

Kuratierte Werke
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