Jannis Marwitz
Unitled, 2017
Öl und Eitempera auf Leinwand Painting 210 × 160 cm
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Das Gemälde präsentiert eine dicht komponierte, bühnenhaft inszenierte Szene mit Figuren in antikisierenden Gewändern, die stilistisch an den Klassizismus beziehungsweise dessen Antikenrezeption, erinnern. Im Zentrum stehen zwei weibliche Gestalten mit idealisierten Gesichtszügen und ruhiger, ausgewogener Haltung. Die linke Figur ist durch einen kranzartigen Kopfschmuck ausgezeichnet, während die rechte eine Lyra hält, ein traditionelles Attribut der musischen Künste. Diese ikonographischen Merkmale sprechen für eine Deutung als Musen, möglicherweise aus dem Umfeld der Musik oder Dichtung. Die umgebenden kleineren, teils bewusst deformiert gestalteten Figuren weisen Züge von Satyrn oder Faunen auf und fungieren als typische Begleitfiguren eines mythologischen Kontextes. Insgesamt verweist die Darstellung auf ein klassizistisches Interesse an der Rezeption antiker Mythologie und deren allegorischer Ausdeutung.
Über den Künstler Jannis Marwitz
Jannis Marwitz (geb. 1985 in Nürnberg) malt und zeichnet figurativ und schöpft seine Motive häufig aus elegischen, mythologisch aufgeladenen Bildquellen – etwa griechisch-römischen Grabmälern. Mit einer eigenwilligen, oft herben Farbpalette verbindet er alte maltechnische Verfahren mit einer betont zeitgenössischen Anmutung. Marwitz lebt und arbeitet in Brüssel und wurde unter anderem von den Galerien Barbara Weiss und Lucas Hirsch vertreten; seine erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland richtete der Dortmunder Kunstverein aus.

Kuratierte Werke
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