Bernhard Heisig

Am Gülper See

Lithografie Edition: 124/150 Print 25 × 31 cm

150 €

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Die Lithografie „Am Gülper See“ zeigt eine stimmungsvolle Uferlandschaft: Rechts erhebt sich ein knorriger Kopfweidenbaum in dichten, nervösen Strichlagen, während sich links die offene Wasser- und Schilffläche des Sees in lichten, skizzenhaften Tönen weitet. Mit lockerem, energischem Kreidestrich fängt Bernhard Heisig die raue Atmosphäre der brandenburgischen Feuchtlandschaft ein. Das Blatt offenbart eine eher lyrische, landschaftliche Seite des für seine dramatischen Historienbilder bekannten Künstlers.

Über den Künstler Bernhard Heisig

Bernhard Heisig (1925–2011) zählt zu den herausragenden Vertretern der Leipziger Schule. Seine Kunst ist von einer expressiven, dynamischen Bildsprache und einer leidenschaftlichen Farbigkeit geprägt, mit der er in der Tradition von Max Beckmann, Otto Dix und Oskar Kokoschka steht. Immer wieder rang er sich seine Bilder in einem rastlosen, oft jahrelangen Überarbeitungsprozess ab und schuf eindringliche Werke, die sich vor allem mit den Schrecken des Krieges und der deutschen Geschichte auseinandersetzen. Aus seiner Geburtsstadt Breslau kam Heisig 1948 nach Leipzig, wo er als langjähriger Rektor und Professor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst eine ganze Künstlergeneration prägte. Gemeinsam mit Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke gilt er als Begründer der Leipziger Schule und als wegbereitender Lehrer der späteren Neuen Leipziger Schule. Seine Werke sind in bedeutenden Museen vertreten und erfahren auf dem Kunstmarkt anhaltende Aufmerksamkeit.

Weitere Werke von Bernhard Heisig
Am Gülper See – Hauptbild