Konrad Klapheck

Die Herrschaft der Frauen, 1972

Radierung auf Schwarzem Papier Auflage: 28/40 Grafik 18.7 × 12.3 cm

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Die auf schwarzem Papier gedruckte Radierung „Die Herrschaft der Frauen“ zeigt in leuchtenden weißen Linien einen stark stilisierten, technischen Alltagsgegenstand, die Nähmaschine, der bei Konrad Klapheck zu einer fast figürlichen, monumentalen Präsenz erhoben wird. Aus einem gerundeten, kopfartigen Oberteil und blockhaften unteren Formen entsteht ein Apparat, der zugleich sachlich und geheimnisvoll beseelt wirkt. Der schwarze Grund verleiht dem Motiv eine schwebende, beinahe skulpturale Wirkung. Charakteristisch für Klapheck ist die Verbindung präzise gestalteter Maschinen mit psychologisch aufgeladenen, oft auf menschliche Beziehungen verweisenden Titeln – so auch hier.

Über den Künstler Konrad Klapheck

Schreibmaschinen, Nähmaschinen, Telefone, Bügeleisen: Konrad Klapheck (1935–2023) machte Alltagsgegenstände zu rätselhaften „Maschinenbildern", die er verfremdete und mit menschlichen Eigenschaften versah. Während viele Künstler seiner Zeit abstrakt arbeiteten, widmete sich der gebürtige Düsseldorfer einer präzisen, gegenständlichen Malerei, deren Stil Elemente des Surrealismus, Neorealismus und teilweise der Pop-Art verband. Von 1954 bis 1958 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf bei Bruno Goller; später lehrte er dort selbst. Klapheck zählt zu den bedeutenden Vertretern der deutschen Nachkriegsavantgarde.

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Die Herrschaft der Frauen – Hauptbild