Über den Künstler Wilhelm Loth

Der weibliche Körper steht im Zentrum des Werks von Wilhelm Loth (1920–1993). Der aus Darmstadt stammende Bildhauer orientierte sich früh an Wilhelm Lehmbruck und Ernst Barlach und wurde von Käthe Kollwitz bestärkt, sich ganz der Skulptur zu widmen; später besuchte er die Bildhauerklasse von Toni Stadler an der Städelschule in Frankfurt. Ab Mitte der 1960er Jahre stellte Loth seinen Figuren und Torsi zunehmend stereometrische Formen – häufig Würfel – gegenüber und schuf so ein spannungsvolles Gegenüber von Weichem und Hartem. Sein metallplastisches Werk wird der Neuen Figuration zugerechnet. Von 1958 bis 1986 lehrte er als Professor für Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe; 1964 war er auf der documenta III vertreten. Seit 1995 trägt der Kunstpreis der Stadt Darmstadt seinen Namen.

Wilhelm Loth